Information zu unserer Zukunftsplanung

Verzicht auf Beschwerde gegen die Entscheide des Kantonalen Baudepartements.


Die Gebr. Eisenring AG Gossau (GEAG) verzichtet auf eine Beschwerdeführung gegen den Entscheid des Baudepartements des Kantons St. Gallen vom 9.7.2018. Sie wartet hingegen die Auswirkungen des neuen kantonalen Baurechts ab und sieht die Gemeinde Niederhelfenschwil in der Verantwortung für die rechtsgenügende Erschliessung ihres Baulandes im Gebiet Geren/Oberwisen in Lenggenwil. Für das Areal wird eine Zwischennutzung angestrebt. Ob es in einigen Jahren zur Realisierung der "Holzkompetenz Lenggenwil" kommen wird, lässt die GEAG offen.


Das Kantonale Baudepartment hat die Rekurse gegen den Überbauungsplan Geren geschützt und den Teilstrassenplan Buchenstrasse der Politischen Gemeinde Niederhelfenschwil, welcher für das Projekt der GEAG zusammen mit den Anstössern ausgearbeitet worden ist, abgewiesen. Dies löste weit über das traditionsreiche Unternehmen in Gossau SG grosses Erstaunen aus. Denn sämtliche sorgfältig geführten Vorabklärungen zur Planung bei der Gemeinde, den kantonalen Fachinstanzen, den Raumplanern und den Anstössern waren zuvor positiv verlaufen. Die GEAG hat bisher schrittweise rund eine Million Franken in die Planung ihres Zukunftsprojektes "Holzkompetenz Lenggenwil" investiert. "Wir bedauern die überraschende Entwicklung zutiefst und sehen alle Beteiligten - auch die Bevölkerung und die Einsprechenden - als Verlierer", bilanziert Peter Marty Geschäftsleiter und Inhaber der GEAG. Anstelle des Vorantreibens einer zügigen Umsiedlung nach Lenggenwil mit mehr als 40 Arbeitsplätzen und dem Firmendomizil müssen nun weitere Ersatzinvestitionen in den übervollen Standort in Gossau getätigt werden.


Ansiedlung wäre durchaus konform

Dem Entscheid des Kantonalen Baudepartements ist auch zu entnehmen, dass die Ansiedlung eines konkreten Holzbearbeitungsbetriebs, wie es die GEAG ist, im Geren in allen Belangen zonenkonform ist. Auch das dadurch zu erwartende Verkehrsaufkommen wird als vollkommen zulässig beurteilt. Das Baudepartement hat den Überbauungsplan einzig mit dem Verdikt zu Fall gebracht, dass die geplanten maximalen Abmessungen der Betriebsgebäude in der heutigen Gewerbe- und Industriezone zu gross seien.

 

Diese Feststellungen sind für die GEAG von grosser Bedeutung, denn: Anstatt jetzt gegen den Entscheid vom 9.7.2018 beim Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen Beschwerde zu führen, wartet die Gebr. Eisenring AG die Auswirkungen des neu in Kraft getretenen kantonalen Planungs- und Baugesetzes (PBG) ab. Auch die Gemeinde Niederhelfenschwil muss aufgrund des PBG ihre Ortsplanung gesamthaft revidieren. Die bisherigen Gewerbe- und Industriezonen werden zwingend von Arbeitszonen für alle Belange abgelöst. Sobald die revidierte Ortsplanung in Kraft ist, werden alle Bauvorhaben, also auch ein allfälliges der GEAG, nach diesen neuen Massstäben beurteilt.


Pflicht zur genügenden Erschliessung

Der abweisende Entscheid des Baudepartements gegen den Teilstrassenplan Buchenstrasse spricht von einer "nicht hinreichenden Erschliessung" mit den vorgesehenen Massnahmen sowohl der bestehenden Gewerbe-/Industriebauten als auch des noch nicht überbauten Gebietes Geren (Landparzellen der GEAG). So fehlt eine Wendemöglichkeit auf öffentlich-rechtlich gesichertem Grund. Heute wenden solche Fahrzeuge entweder auf den privaten Vorplätzen oder am Ende der Buchenstrasse (Sackgasse), oder lediglich geduldet auf dem Areal der GEAG, die dort eine allen Anstössern dienende Wendemöglichkeit erstellen wollte.

 

"Die Gemeinde Niederhelfenschwil sehen wir verpflichtet, eingezontes Bauland –auch unseres – verkehrs- und rechtsgenügend zu erschliessen", sagt Peter Marty. Er weist zudem darauf hin, dass heute Anstösser und ihre Lieferanten auf der nicht ausgebauten Buchenstrasse anstatt auf den dafür ursprünglich vorgesehenen Vorplätzen regelmässig Güter umschlagen und den Durchgangsverkehr widerrechtlich behindern. Für die Gebr. Eisenring AG ist deshalb klar, dass der Druck auf die Gemeinde, die Erschliessung des gesamten Gebietes durch die Buchenstrasse (oder eine Alternative) zu verbessern, mit der Abweisung des Teilstrassenplans zugenommen hat.


Die GEAG hält sich alles offen

Die überraschenden Entscheide des Kantonalen Baudepartements in Sachen Überbauungsplan Geren und Teilstrassenplan Buchenstrasse in Lenggenwil führen für die Zukunftsgestaltung der GEAG nebst zu hohen Kosten auch zu einer zeitlichen Verzögerung von Jahren.

 

Ausserdem müsste im Falle einer Neuauflage der "Holzkompetenz Lenggenwil" das Bauprojekt von Grund auf neu konzipiert und eingereicht werden. "Es ist für uns zurzeit nicht möglich, zu sagen, was wir in ein paar Jahren diesbezüglich tun werden", sagt Peter Marty. Die Unwägbarkeiten infolge der zu revidierenden Ortsplanung (Änderungen gegenüber heutiger Regelbauweise, zeitliches Inkrafttreten) und von Marktentwicklungen (Konkurrenz, Werkplatz Schweiz) sind zu gross, um jetzt Vorentscheide zu fällen.

 

Die GEAG sieht vor, ihre Parzellen im Geren einer Zwischennutzung zuzuführen, auch um den durch eine verzögerte Überbauung finanziell entstandenen Schaden zu begrenzen. Solche Arealnutzungen können durchaus mit zusätzlichem Verkehrsaufkommen auf der Buchenstrasse im aktuell ungenügenden Zustand verbunden sein.



Peter Marty


Geschäftsleiter und Inhaber der Gebrüder Eisenring AG
071 388 18 99 oder peter.marty(at)eisenring.ch

 

Gossau, 27. August 2018

 

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